Schadstoffe und Ihre Wirkung

Nitrat

Nitrat wird durch die Landwirtschaft in großen Mengen in den Ackerboden eingebracht und gelangt früher oder später ins Grundwasser. Nitrat an sich ist zwar nicht giftig, doch im Boden findet ein chemischer Prozess statt, bei dem sich Nitrat zu Nitrit umwandelt. Nitrit ist giftig und ist an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt. Diese Nitrosamine zählen zu den stärksten Krebserzeugern, die wir kennen. Eine der bekanntesten Wirkungen des Nitrits ist die Auslösung der Säuglingsblausucht (Methämo-glo-binämie). Bei dieser Erkrankung färben sich die Lippen und Haut des Säuglings blau. Ist der Säugling von dieser Krankheit betroffen, droht akute Erstickungsgefahr.

Blei

Blei kommt wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und seiner einfachen Herstellung sehr oft in Legierungen, in Autobatterien oder in Metallmischungen zum Einsatz. Blei, das z.B. im Trinkwasser gelöst ist, reichert sich mit der Zeit im Körper an, da es nur sehr langsam ausgeschieden werden kann. Es lagert sich beispielsweise in den Knochen an. Das führt zu einer chronischen Vergiftung, die sich durch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Defekte bei der Blutbildung, des Nervensystems und der Muskulatur äußert.

Pentachlorphenol (PCP)

PCP ist sehr wasserlöslich, weshalb es auf der ganzen Welt vorkommt.
Obwohl es aufgrund seiner giftigen Wirkung in Deutschland nicht mehr produziert wird, ist es wegen ebendieser Wasserlöslichkeit und langsamen Abbaubarkeit überall im Trinkwasser vorhanden. Die Aufnahme von Pentachlorphenol führt zu Blutdruckanstieg, zu einem zu hohen Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), beschleunigter Atmung und Herzversagen.

Chlorbenzol

Chlorbenzol wird als Lösungsmittel für Fette, Harze, Öle oder Kautschuk verwendet. Außerdem entsteht es bei der Herstellung von Insektiziden, Farbstoffen, Arzneimitteln und Duftstoffen. Es reichert sich in der Natur an, da es sehr schwer abbaubar ist. So gelangt es in unser Wasser und wird von uns aufgenommen. Chlorbenzol ist krebserregend und führt zu Lähmungen, Atembeschwerden und Leber- und Nierenschäden.

Cadmium

Cadmium wird unter anderem in Rostschutzmitteln, Akkus, Legierungen, Düngern und Pestiziden verwendet.
So gelangt es in unsere Lebensmittel und unser Trinkwasser. Cadmium ist hoch toxisch. Eine Cadmiumvergiftung führt zu Knochenabbau, Nierenschädigungen, Magenschmerzen mit Durchfall und Erbrechen, starken Schmerzen und erwiesenermaßen auch zu Krebs.

Arsen

Arsenverbindungen sind zum Beispiel in Schädlingsbekämpfungsmitteln, Rattengift und Holzschutzmitteln enthalten. Durch Auswaschungen (z.B. Regen) gelangen diese hoch toxischen Verbindungen ins Grund- und damit auch in unser Trinkwasser.
Eine Vergiftung durch Arsen führt zu Krämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Koliken oder kann im schlimmsten Fall innere Blutungen, Nieren- und Kreislaufversagen oder sogar den Tod herbeiführen.

 

Auf einen Blick

Barium: Muskelschwäche, Atembeschwerden
Bromate: krebserregend
Chlordan: krebserregend, Leberbeschädigung
Cyanid: innere Erstickung
Lindan: Leber- und Nierenschäden, krebserregend
Nickel: Magenbeschwerden, nervösen Störungen
Selen: Schleimhautentzündungen
Tetrachlorethylen: Leber- und Nierenschäden
Xylen: Schwindel, Atemnot, Kopfschmerzen
Biphenyle: krebserregend, Haarausfall
Fluorid: Stoffwechselstörungen, Magenschmerzen
Quecksilber: Müdigkeit, Kopfschmerzen
Kupfer: Magen-Darm Beschwerden
Toluen: Nerven-, Nieren-, Leberschäden
Ethylene Dibromide: Erbrechen, Kopfschmerzen
Benzol: Schwindel, Magenschmerzen / Brechreiz
Akrodynie Krämpfe, Übelkeit, Müdigkeit
 
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